Dienstag, 22. Mai 2018

Delhi und Pushkar


Nach einem kurzen Flug von Kathmandu nach Delhi (der Grenzübertritt über Land ist wohl machbar, aber deutlich schwieriger) fanden wir uns bei 40° (18.00) in einem bunten und lauten Chaos aus Menschen, Tuk-tuks, Garküchen und Kühen wieder. Wenn wir dachten Kathmandu wäre schon wuhlig gewesen, dann war das noch gar nichts. Unser Hostel lag in der Nähe von Old-Delhi. Als wir dort ankamen müssten wir mit dem Fahrdienst des Hostels erstmal durch eine lautstarke, trommelnde Hindu-Prozession und es stand ein Pferd aufm Flur... Der Hostel-Mensch begrüßte uns mit: "Wie lange bleibt ihr?", "Zwei Nächte.", "Das reicht auch.", "Wieso?", "Na, wartst du schon mal draußen?" Für den nächsten Tag stand Sightseeing auf dem Programm. Wir besuchten die Qutub Minar. Ein Sieges- und Wachturm und Minarett aus dem 12. Jahrhundert von  72 m Höhe. Es ist noch immer eines der höchsten Turmbauten der muslimischen Welt. Weiter ging's zum Indira Gandhi -Memorial und zum Lotus-Tempel. Letzter ist neueren Datums und soll als Begegnungsstätte aller Religionen dienen. Zum Schluss ging's mit der Fahrradrikscha durch den Chandni Chowk (Hauptstraße von Old Delhi), zum Red Ford (gigantische Festungs- und Palastanlage aus der Zeit des Mogulreiches) und zu der größten Moschee in Indien - der Jama masjid (fasst 25000 Menschen). Derweil kaute unser Rikscha-Fahrer irgendwelches rote Zeug. Auf die Frage ob das Betelnuss, Kath-Blätter oder etwas ähnliches sei, grinste er nur und schüttelte den Kopf, während er uns durch den wildesten Verkehr fuhr. Die nächsten Tage verbrachten wir in Pushkar - einer heiligen Hindustadt und Pilgerort mit heiligem See und dem einzigen wichtigen Brahma-Tempel. Hier werden Süßigkeiten, Blumen aber auch Geld geopfert.. Natürlich mussten wir als gut zu erkennende Touristen auch Geld opfern..dafür wurde uns gutes Karma für uns und unsere ganze Familie versprochen. Na, das bleibt jetzt abzuwarten... Überhaupt wird man sobald man aus Delhi raus ist oft mit echtem Interesse angesprochen wie man heißt, woher man kommt, wo man in Indien noch so hin fährt und um Fotos gebeten. Kinder verabschieden einen mit "I'm glad that you are here." Natürlich gibt es auch himmelschreitende Armut, bettelnde Kinder und Touri-Scammer. Faszinierend anzuschauen sind  dazwischen immer wieder die Frauen in ihren luftigen Saris mit allen Farben der Erde und  allen erdenklichen Mustern und die s
Sadhus in ihren orangen Gewändern . Schade eigentlich, dass wir zuhause immer nur in gedeckten Farben herumlaufen... In einer heiligen Stadt gibt es natürlich werder Fleisch noch Alkohol. Dafür riecht es öfter mal nach anderen Dingen, was aber hier mitunter drakonische Strafen nach sich ziehen kann. Andererseits wird es hier wohl teilweise geduldet... Es wird "special Lassi" auf der Straße verkauft. Was so special ist, muss jeder selbst herausfinden. Wenn man doch ganz aus Versehen über ein Bier stolpert, kommt es in einem schicken Alukleidchen und ein wenig verstohlen daher.
Es geht weiter nach Jodhpur - der blauen Stadt!

Qutub Minar - Delhi

Qutub Minar - Delhi

Qutub Minar - Dehli

Qutub Minar - Dehli

Lotus-Tempel - Dehli

Old Dehli

Pushkar

Pushkar

Pushkar

Pushkar


Pushkar - das Orangfarbene ist ein Turban der zum Trocknen aufgehängt worden ist




1 Kommentar:

  1. Ja, ich hatte schon befuerchtet, es sei mehr bei dem Erdbeben eingefallen, aber, auch wie man euren Khadmandu Bildern entnimmt, sieht es ja immer noch sehr schoen und spannend aus.

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